Strict Standards: Non-static method serendipity_plugin_api::hook_event() should not be called statically in /www/htdocs/w00ba9da/krisenblog/include/functions_smarty.inc.php on line 553

Strict Standards: Non-static method serendipity_plugin_api::get_event_plugins() should not be called statically in /www/htdocs/w00ba9da/krisenblog/include/plugin_api.inc.php on line 1041

Strict Standards: Non-static method serendipity_plugin_api::hook_event() should not be called statically in /www/htdocs/w00ba9da/krisenblog/include/functions_smarty.inc.php on line 553

Strict Standards: Non-static method serendipity_plugin_api::get_event_plugins() should not be called statically in /www/htdocs/w00ba9da/krisenblog/include/plugin_api.inc.php on line 1041

Der Streit zwischen Ideologen und Gelehrten

Die wirtschaftspolitische Wetterlage scheint sich aufzuhellen: Die Finanzwirtschaft zeigt wieder Humor und droht, wie die FAZ berichtet, der griechischen Regierung mit einer Klage wegen Verletzung der Menschenrechte (Art. 17). Der Strohmann der Bosse, "Arbeitgeberpräsident Hundt", erwartet fĂĽr dieses Jahr keine Rezession, und dann das: Erst stellt eine Ratingagentur den Sparkurs (Austeritätspolitik) quasi aller europäischen Regierungen in Frage (und stuft die KreditwĂĽrdigkeit von 9 aus 27 Ländern herab). Aber dann zeigt sich, dass "der Markt" gar nicht sklavisch gebunden ist: Frankreich und Spanien mussten, so berichten u.a. Reuters und die FTD, keine höheren Zinsen fĂĽr neue Kredite zahlen. (Gleichwohl kann von "langfristigem Vertrauen", wie die Nachrichtenagentur titelt, bei einjährigen Staatsanleihen wohl keine Rede sein. Möglich auch, dass so manche Anleger auf den Rettungsschirm spekulieren: ein Risiko damit besteht ja nicht.) Dennoch bleibt das Dilemma fĂĽr die Poltik bestehen: Haushalte durch Sparen sanieren ("Schuldenkrise lösen"), oder die Konjunktur durch öffentliche Investitionen stĂĽtzen ("Wirtschaftskrise lösen"). Wäre da nicht ... noch ein wunder Punkt!  [ Mehr ]

Es hagelt KopfnĂĽsse

"Wie man's macht, macht man's verkehrt", dĂĽrfte sich so mancher denken, der am Wochenende die BegrĂĽndung zur Herabstufung von gleich neun Euro-Staaten durch die Ratingagentur S&P hörte. Nun folgte gestern auch noch die Herabstufung des Euro-Rettungsfonds EFSF - damit steigen die Zinsen, das freut zumindest die "Investoren". Die Reaktionen auf die Herabstufung waren geteilt: Volkswirtschaftler kritisieren den mangelnden Weitblick und sehen eine versuchte Einflussnahme auf die Geldpolitik; andere sehen die Ratings als wenig ĂĽberraschend und gerechtfertigt an. Gregor Gysi sieht einen "Krieg der Banken und der amerikanischen Ratingagenturen gegen die europäischen Völker" - und er steht damit nicht allein (EU-Kommission, EU-Parlamentarier, Staatspräsidenten und -minister etc.). Immerhin gibt Bundesfinanzminister Wolfang Schäuble zu, dass der Staat nicht das lammfromme Opfer, sondern selbst Akteur ist: "Wir haben ja als Gesetzgeber zum Teil selbst die Rolle der Ratingagenturen verstärkt, indem wir fĂĽr bestimmte Anlagen vorschreiben, dass sie ein bestimmtes Rating haben mĂĽssen", sagte er im Deutschlandfunk. Doch worauf zielt S&P eigentlich? Die Argumentation der Ratingagentur ist klar keynesianisch und mĂĽsste der deutschen Opposition eigentlich gefallen.  [ Mehr ]

Ungarn im "Wirtschaftskrieg"

Lange konnte die Rechtsregierung in Ungarn – gerne als „rechtspopulistisch“ verniedlicht, in Wirklichkeit an einer umfassenden Faschisierung des Landes arbeitend – tun, was sie will. Ob Zwangsarbeit und Arbeitslager, die Beseitigung der Medienfreiheit, ein radikaler Abbau demokratischer Strukturen oder das Vorgehen gegen politische Gegner und die Attacken gegen Minderheiten und soziale Randgruppen – allenfalls wurde Budapest von der internationalen Gemeinschaft gerĂĽffelt (siehe dazu hier und hier die Beiträge aus der Direkten Aktion). Jetzt aber geht die EU auf Konfrontation mit dem Donau-Land – ihr schmeckt die Wirtschafspolitik des Landes nicht, die mit den internationalen Konventionen bricht. SchlieĂźlich steht derzeit auch eine Staatspleite Ungarns im Raum, die die Euro-Länder in Mitleidenschaft ziehen könnte.  [ Mehr ]

Skepsis in der Sackgasse

Das Karussell dreht sich weiter. Bereits am ersten Handelstag war die Luft wieder raus, der über zwei, drei Wochen aufgebaute politische „Druck“ wieder in sich zusammengefallen. Das berichtet u.a. der Spiegel: „Nachdem die Beschlüsse zur Verschärfung der Haushaltsdisziplin noch Freitag an den Börsen gefeiert wurden, gaben die Aktienmärkte am Montag deutlich nach.“ Der Druck auf die Sozialhaushalte dürfte indes seine Wirkung erst noch entfalten. Denn, wie ein Attac-Koordinierungsmitglied im Neuen Deutschland besorgt feststellte, es ist völlig unklar, „welche sozialen Kräfte eine weitere Souveränitätsübertragung auf die europäische Ebene wirksam in eine tatsächlich soziale Richtung bewegen könnten.“
 [ Mehr ]

Willkommen im „anderen Europa“ Merkozys

„Sie müssen verstehen, dass dies die Geburt eines anderen Europa ist – des Europas der Eurozone, in dem die Parole die gegenseitige Annäherung der Märkte, der Haushaltspolitik und der Finanzpolitik sein wird.“ Deutlicher als Nicolas Sarkozy - im Anschluss an den letzten EU-Krisengipfel - kann man die Unterordnung der europäischen Regierungen unter „die Märkte“ vermutlich kaum zum Ausdruck bringen. „Die Märkte“ hat dieser Gipfel indes wenig beeindruckt. Der Euro fiel gestern auf ein Zweitmonatstief, der europäischen Aktienindex brach um drei Prozent ein, und Italien musste die bislang höchsten Aufschläge auf seine kurzfristigen Staatsanleihen bezahlen. Zusammengefasst hat das z.B. die Agentur Reuters in "Euro zone fiscal pact fails to restore confidence".

Dreimal wurden wir schon wach

Die neue EU ist da. Im Vorhinein des letzten Gipfels der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union gingen die Wellen wieder einmal hoch (die FTD illustrierte ihr EU-Dossier vom 2. Dezember mit Memling's Altargemälde "Das jĂĽngste Gericht"!), unwillkĂĽrlich drängten sich Erinnerungen an den Mai 2010 auf: "Europa oder nicht Europa...", so wurde die Pistole aufgesetzt. Im Dezember 2011 ging es nicht mehr nur um die "Rettung Griechenlands" (bzw. deutscher und französischer Banken), sondern um den Euro selbst - der Spiegel hatte damit aufgemacht, die FTD berichtete, dass GroĂźunternehmen die "Kernschmelze" durchrechnen wĂĽrden, und auch in der Verdi-Zentrale ist man sich sicher: "Lediglich Eurobonds oder die Geldpresse der Notenbanker können den Zusammenbruch des Währungsraums noch verhindern."  [ Mehr ]

Pressesplitter (8.12.2011)

Pünktlich zum heute beginnenden EU-Krisengipfel wurden in den letzten Tagen an allen Fronten die Geschütze in Stellung gebracht. Die Rating-Agentur „Standard & Poor's“ erklärte, man habe ernsthafte Zweifel an der Kreditwürdigkeit der meisten EU-Staaten. Was von den einen als interessengetriebene Einmischung zum Wohle des US-Dollars interpretiert wurde, dürfte wohl eher die deutliche Aufforderung gewesen sein, endlich die zähe Kleinstaaterei durch eine Art EU-Superregierung zu ersetzen, die kurzfristiger die Forderungen „der Märkte“ erfüllen kann. Auch der Präsident des Ifo-Institutes und eine Reihe von Dickschiffen der hiesigen Wirtschaft brachten in „16 Wege aus der Krise - Sorge um Deutschland und Europa“ ihre Analyse der Misere und ihre Wunschliste zur Abhilfe medienträchtig unters Volk. Wie fragíl angesichts der Krise die politische Konstellation der EU ist, spricht unter dem reißerischen Titel „Merkozys Kampf mit der britischen Bulldogge” die FTD an. Man darf gespannt sein...

« vorherige Seite   [ Seite 2 von 2, insgesamt 22 Einträge ]
Strict Standards: Non-static method serendipity_plugin_api::hook_event() should not be called statically in /www/htdocs/w00ba9da/krisenblog/include/functions_smarty.inc.php on line 553

Strict Standards: Non-static method serendipity_plugin_api::get_event_plugins() should not be called statically in /www/htdocs/w00ba9da/krisenblog/include/plugin_api.inc.php on line 1041