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Aufschwungredner und andere mysteriöse Religionsgemeinschaften

Jüngst machte sich Günther Lachmann, seines Zeichen Chef-Reporter von Springers „Welt Online“, in seinem Blog Gedanken über den Zustand Europas. In einem Beitrag mit dem Titel „Europa zwischen Aufschwung und Sebstmord“ geht er der Frage nach, woher der seltsame Aufschwungsoptimismus hierzulande kommt, wo doch so viele Zeichen auf Sturm stehen. Wer immer noch etwas anderes sähe, als eine heraufziehende Katastrophe – so sein Resumée – müsse „Anhänger einer mysteriösen Glaubensgemeinschaft sein  – oder ein Scharlatan“. Wahlkämpfer hat er nicht erwahnt, aber die fallen wahrscheinlich unter die Scharlatane.

Lachmann - ganz sicherlich gegen den Vorwurf übertriebender Kapitalismuskritik erhaben - seziert in seinem Beitrag den seiner Meinung nach völlig übertriebenenen Konjunkturoptimismus, den Politik und Wirtschaftsverbände hierzulande derzeit verbreiten. Er stellt diesem die sich verschlechternde Situation in den wichtigsten Absatzmärkten der deutschen Industrie gegenüber, ebenso wie den drohenden Zusammenbruch Spaniens mit seinen absehbar katastrophalen Folgen für das gesamte Gefüge der EU.

Im Zusammenhang mit dem Austeritätsschock zur Sanierung der öffentlichen Haushalte, verweist Lachmann u.a. auf einen Beitrag des Investment-Moguls Soros, der jüngst der EU einen Zusammenbruch im Stil der Sowjetunion prognostizierte, falls diese unter CDU-Führung weiterhin ihr Heil in einem radikalen Sparkurs suchen sollte.

À propos Sanierung der öffentlichen Haushalte: Am 24. April veröffentlichte die FAZ in ihrem Wirtschaftsteil eine Sammlung von Beiträgen, in der es u.a. um nachhaltig schlechte Konjunkturaussichten, Inflationstendenzen, Kreditfinanzierungskosten in Folge von Rating-Herabstufungen und andere Grausamkeiten ging, die einen nächsten Vorbeiflug des Krisen-Boomerangs sehr wahrscheinlich machen. Garniert war die Sonderseite mit einer (leider nicht frei im Netz verfügbaren) Grafik, die den Anstieg der öffentlichen Schuldenquote in Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für verschiedene EU-Länder aufzeigt. Die auf Zahlen von Eurostat und des IWF basierende Grafik, zeigt eines ganz unverkennbar. Während die Schuldenquote in den meisten der aufgeführten Länder zwischen 2000 und 2007 weitgehend konstant blieb oder sogar zurückging, explodierte sie ab dem Krisenjahr 2008. Selbst wenn man berücksichtigt, dass ein krisenbedingter Rückgang des BIP statistisch eine höhere Schuldenquote zur Folge hat, wird eines ganz deutlich. Die Schuldenberge der öffentlichen Haushalte, die wir angeblich alle durch unser Anspruchsdenken und unser rigides Beharren auf ein Mindestmaß an gesellschaftlicher Teilhabe selbst verschuldet haben, sind zu einem guten Teil Ergebnis der Bankenrettungen, Wirtschaftsprogramme und Kreditzusagen, mit denen die europäischen Regierungen versucht haben, ab 2008 der Krise zu begegnen. Die Sparprogramme mit ihren Entlassungen, dem Abbau der öffentlichen Infrastruktur und dem Rückgang öffentlicher Aufträge sind so etwas wie die erste Rückzahlungsrate der Bankenrettung – Teil 1 von „Wir zahlen eure Krise“ sozusagen. Teil 2 und 3 der Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums in die Taschen der Investmentgruppen und Shareholder werden nicht lange auf sich warten lassen. Der europaweite Angriff auf Löhne und Arbeitsbedingungen und der Abbau der Staatsverschuldung durch den inflationsgesteurten Zugriff auf Löhne und Spareinlagen haben bereits begonnen.

Lachmann jedenfalls kommt - ähnlich wie die Autoren der FAZ - zur Schlussfolgerung, dass wenig bis nichts auf einen Aufschwung oder ein nachhaltiges Wachstum hindeutet. Auch die FTD titelt derweil in zunehmend drastischeren Worten gegen den drohenden Absturz Spaniens und Spaniens "gigantische Krise". Folgt man diesem „AK Hiob“ der bürgerlichen Presse, sieht es derzeit nicht gut aus mit der alten Heimat des kapitalistischen Systems.


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