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Löhne im griechischen Privatsektor laut OECD um mehr als ein Viertel gesunken

In Griechenland sind die Gehälter im privaten Sektor innerhalb eines Jahres um inflationsbereinigt mehr als ein Viertel gesunken. Die Ursache für diesen drastischen Lohnraub liegt u.a. in den Sparprogrammen der griechischen Regierung, in deren Folge Steuern und Abgaben auf Löhne und Gehälter hemmungslos erhöht wurden. Das wird in einer aktuellen Studie der „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit“ (OECD) festgestellt, die vor einigen Tagen vorgestellt wurde. Doch selbst diese eröffnet nur einen beschönigenden Blick auf die tatsächliche Lage.

Den Zahlen der OECD zur Folge ist das durchschnittliche Jahresnettogehalt eines ledigen Arbeiters in der griechischen Privatwirtschaft binnen Jahresfrist auf 12.530 Euro gesunken. Das entspricht rund der Hälfte des statistischen Durchschnittslohns eines Arbeiters in der BRD, der im EU-Vergleich ungefähr im Mittel der Lohnskala liegt.

Den Grund für die faktische Lohnkürzung um rund ein Viertel sieht die OECD-Studie in der Steuer- und Abgabenpolitik der griechischen Regierung. Im Zuge der Senkung der Staatsverschuldung wurde die bislang recht niedrige Besteuerung von Einkommen aus unselbständiger Arbeit durch neue Gesetze und Verordnungen auf eine der höchsten Steuerbelastungsquoten Europas hochgepeitscht.

Für die griechischen ArbeiterInnen bedeutet dies eine faktische massive Lohnsenkung. Die allerdings reicht EU und IWF noch lange nicht. Erst Anfang April empfahl eine gemeinsame Technokratenkommission der griechischen Regierung, endlich auch die Bruttolöhne in der griechischen Privatwirtschaft weiter zu senken. Auf bis zu zusätzliche 15% ihrer Löhne sollen griechischen ArbeiterInnen nach dem Willen von EU und IWF verzichten.

Dabei hat die griechische Regierung u.a. durch die Aufhebung der Tarifverträge für unter 25 jährige ArbeiterInnen, bereits eine Reihe von Maßnahmen zum Dumping der Bruttolöhne ergriffen, die in der OECD-Statistik noch gar nicht wirksam sind. Durch die Deregulierung des Tarifsystems und die mehrfache Absenkung des gesetzlichen Mindestlohns hat nach Angaben der griechischen Zeitung „To Vima“ z.B. ein verheirateter Arbeiter mit 9 Jahren Berufserfahrung ab Juli 2012 gerade einmal noch einen tariflichen Lohnanspruch von € 808,96 brutto.  

Sofern er überhaupt noch einen Job haben. Denn auch in Griechenland steigt die Arbeitslosenquote beständig. Dem hatte die Regierung übrigens schon vorgebaut und die Arbeitslosenunterstützung in einem der Sparpakete um rund ein Viertel auf € 359,- pro Monat gekürzt.

Ein Blick auf das griechische Krisenlabor zeigt sehr deutlich, wie sich Staat und Kapital die Abwälzung der Krisenlasten vorstellen. Für Griechenland sieht das Rezept des Klassenkampfes von Oben u.a. eine langfristige Absenkung der Reallöhne auf das Niveau der Nachbarländer Türkei, Bulgarien und Rumänien vor. Uns ArbeiterInnen in anderen europäischen Ländern wird man dann sicherlich demnächst auf das Beispiel unserer griechischen KollegInnen verweisen.


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