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Das Bild von Morgen

Mittlerweile liegt von einer Erklärung aus den Reihen der Krankenhausbediensteten im "Allgemeinen Krankenhaus" von Kilkís eine deutsche Übersetzung vor. Dieses Krankenhaus wurde am 2. Februar von den Beschäftigten besetzt und wird seitdem in Selbstverwaltung betrieben. Kilkís ist eine Kleinstadt in Nordgriechenland mit ca. 25.000 EinwohnerInnen. Der Text veranschaulicht sehr gut die Motivation der Krankenhausbediensteten und wird im Folgenden von uns dokumentiert:

Hallo an alle,
vielen Dank f√ľr Ihr Interesse und Ihre Unterst√ľtzung.

Die Besetzung des Krankenhauses in Kilk√≠s durch seine ArbeiterInnen begann am Montag, dem 20. Februar, um 8.30 Uhr √∂rtlicher Zeit. Bei dieser Besetzung geht es nicht nur um uns, die √ĄrztInnen und ArbeiterInnen des Kilk√≠ser Krankenhauses. Genausowenig geht es dabei nur um das griechische Gesundheitssystem, das tats√§chlich gerade am Kollabieren ist. Wir befinden uns in diesem Kampf, weil das, was gerade wirklich in Gefahr ist, die Menschenrechte sind. Und diese Bedrohung richtet sich nicht nur gegen eine Nation oder gegen ein paar L√§nder oder ein paar soziale Gruppen, sondern gegen die Unter- und Mittelschichten Europas, Asiens, Amerikas, Afrikas, der ganzen Welt. Das heutige Griechenland ist das morgige Bild Portugals, Spaniens, Italiens und dem Rest der L√§nder weltweit.

Die ArbeiterInnen des Kilk√≠ser Krankenhauses und der meisten Krankenh√§user und Gesundheitzentren Griechenlands werden nicht p√ľnktlich bezahlt. Einige von ihnen mussten zusehen, wie ihre Geh√§lter praktisch auf Null heruntergek√ľrzt wurden. Einer meiner Mitarbeiter wurde mit einem Schock in unsere kardiologische Klinik eingeliefert, nachdem er realisiert hatte, dass er anstatt des normalen Schecks von √ľber 800 Euro (ja, das ist sein monatliches Gehalt) vom Staat eine Benachrichtigung erhielt, dass er diesen Monat nicht nur gar kein Gehalt bekommt, sondern auch noch 170 Euro zur√ľckzahlen soll! Anderen ArbeiterInnen wurden diesen Monat nur 9 (neun) Euro ausgezahlt! Diejenigen unter uns, die noch irgendeine Art Gehalt bekommen, werden sie so gut wie wir nur k√∂nnen unterst√ľtzen.

Das ist ein Krieg gegen die Menschen, gegen die ganze Gesellschaft. Jene, die sagen, dass die Schulden Griechenlands die Schulden der Menschen Griechenlands sind, l√ľgen. Es sind nicht die Schulden der Menschen. Sie wurden von den Regierungen in Zusammenarbeit mit den Bankiers geschaffen, um die Menschen zu versklaven. Die Kredite an Griechenland werden nicht f√ľr die Geh√§lter, Renten und √∂ffentlichen Sozialausgaben verwendet. Es ist das genaue Gegenteil: Geh√§lter, Renten und Sozialausgaben werden benutzt, um die Bankiers zu bezahlen. Sie l√ľgen. Entgegengesetzt zu dem, was sie angeben, wollen sie keine schuldenfreie Gesellschaft. Sie erschaffen die Schulden (mithilfe der korrupten Regierungen und PolitikerInnen) selbst, zu ihrem eigenen Vorteil. Sie gaben Griechenland einen Premierminister, um sicherzustellen, dass der "Job" auch anst√§ndig gemacht wird. Unser Premierminister Loukas Papadimos wurde √ľberhaupt nicht gew√§hlt. Er wurde mithilfe korrupter europ√§ischer und griechischer PolitikerInnen von der EZB und den Bankiers mit ernannt. Das ist ihre Interpretation des Wortes "Demokratie"!

Die Schulden werden von den Bankiers geschaffen, die Geld aus dem Nichts machen und Zinsen eintreiben, und dass nur, weil unsere Regierungen ihnen das Recht geben, es zu tun. Und sie h√∂ren nicht auf zu sagen, dass f√ľr diese Schulden Sie, ich, meine und Ihre Kinder und Enkelkinder mit unseren privaten und staatlichen R√ľcklagen bezahlen werden m√ľssen, mit unserem Leben. Wir schulden ihnen nichts. Im Gegenteil, sie schulden den Menschen einen Gro√üteil ihrer Verm√∂gen, die sie nur Dank der politischen Korruption machten.

Wenn wir unsere Augen gegen√ľber dieser Wahrheit verschlie√üen, werden wir bald alle Sklaven sein, die f√ľr 200 Euro im Monat oder weniger arbeiten. Und das betrifft auch nur die, die √ľberhaupt eine Arbeit finden k√∂nnen! Keine Gesundheitsf√ľrsorge, keine Renten, Obdachlose und Verhungernde, so wie es gerade jetzt der Fall ist mit meinen Mitmenschen in Griechenland. Tausende leben auf der Stra√üe und hungern.

Wir haben nicht die Absicht Schwarzmalerei zu betreiben, aber das ist die Wahrheit. Diese Situation besteht nicht wegen eines finanziellen oder geldlichen Missgeschicks oder Fehlers. Sie ist der Beginn einer h√§sslichen Phase, eines langen Prozesses, der einem vorsichtig ausgearbeitetem Plan folgt, ein Prozess, der schon vor Jahrzehnten begann! Wir m√ľssen gemeinsam gegen diesen neoliberalen Plan k√§mpfen. Und das ist, was wir in Kilk√≠s und in so vielen anderen St√§dten weltweit jetzt tun.

Zum jetzigen Zeitpunkt beabsichtigen wir nicht ein Spendenkonto zu er√∂ffnen. Aber es kann passieren, dass wir es in einigen Monaten oder sogar Wochen tun m√ľssen, wenn die Situation sich verschlechtert. Was wir zurzeit vor allem am dringensten ben√∂tigen, ist moralische Unterst√ľtzung und √Ėffentlichkeit. Wenn wir den Krieg gegen dieses korrupte System gewinnen wollen, m√ľssen sich die lokalen K√§mpfe weltweit ausbreiten und massenhaft Unterst√ľtzung bekommen. Wenn Ihnen noch zus√§tzliche Wege einfallen, wie unsere Nachrichten und Ideen verbreitet werden k√∂nnen, w√§re das gro√üartig!

Sie erreichen uns unter folgender E-Mail Adresse: enosi.kilkis(ät)yahoo(dot)gr.

Noch einmal: Wir k√∂nnen uns gar nicht genug f√ľr Ihre freundlichen Gedanken und Worte bedanken.

Ihre Leta Zotaki,
Leiterin der Radiologischen Abteilung, Kilkís Krankenhaus,
Mitglied der Generalversammlung der ArbeiterInnen,
Präsidentin der E.N.I.K. (Vereinigung der KrankenhausärztInnen in Kilkís).

Die √úbersetzung enstammt der Seite "Contrainfo".


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